In 30 Tagen garantiert zum Schnellleser
Was ist Speedreading? Dorian Proksch im Interview durch Mirko Thurm
Willst Du lernen, wie Du
- mehr als doppelt so schnell liest?
- das Wissen mit den richtigen Techniken langfristig behältst?
- Dich beim Lesen dauerhaft konzentrieren kannst?
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Wenn Du wie über 200 Umfrageteilnehmer mindestens eine dieser Fragen mit JA beantwortet hast, bist Du hier genau richtig!
Speedreading – Kann das wirklich funktionieren?
Es mag nach Zauberei klingen, schneller zu lesen und trotzdem noch alles zu verstehen. Doch dabei handelt es sich nicht um übermenschliche Fähigkeiten, sondern um Fertigkeiten, die jeder mit dem richtigen Wissen und mit dem geeigneten Trainingsprogramm entwickeln kann.
Das Leseverhalten wird mit Hilfe von speziell ausgewählt Methoden aus der Konzentrationstechnik, dem Gedächtnistraining und der der Schule der Augenmotorik optimiert. So kannst du zwei bis dreimal so schnell lesen und all die relevanten Informationen erfassen.
Teste, wie schnell Du lesen kannst
Dazu klickst Du auf “Lesetest starten”, liest den folgenden Text durch und klickst dann auf “Lesetest stoppen”. Danach bekommst Du dann Deine aktuelle Lesegeschwindigkeit angezeigt. Die durchschnittliche Lesezeit beträgt dabei 4,5 Minuten.
Polyphasischer Schlaf
Kann man langfristig mit zwei Stunden Schlaf auskommen?
Der durchschnittliche Mensch schläft sechs bis acht Stunden pro Nacht. Wenn wir von acht Stunden ausgehen, ist er ein Drittel des Tages mit Schlafen beschäftigt. Bei einer Lebenserwartung von 75 Jahren verbringen wir demnach um die 25 Jahre im Bett. Nicht umsonst hat Benjamin Franklin den Ausspruch geprägt: “Schlafen kannst Du noch genug, wenn Du tot bist” und damit zum Ausdruck gebracht, wie sehr ihm der Zeitverlust dadurch zuwider ist.
Gerade der arbeitenden Bevölkerung bleibt sehr wenig Zeit übrig, um sich mit Ihren Hobbies und Interessen zu beschäftigen, wenn zu den acht Stunden Schlaf noch acht bis zehn Stunden Arbeit und die Zeit für Mahlzeiten und Hygiene hinzugerechnet werden. Die logische Konsequenz daraus ist es, die Zeit, in der man schläft, zu verkürzen. Jedoch soll dies nicht mit einer Verringerung der Lebensqualität einhergehen, die eintritt, wenn man seinen Nachtschlaf einfach so um ein paar Stunden verkürzt. Die Konzentration leidet dadurch erheblich, ebenso wie das persönliche Wohlbefinden. Also muss eine Alternative her: wenig Schlaf und trotzdem fit.
Durch den erfolgreichsten Internetblogger Steve Pavlina und den Bestseller “The Game” von Neil Strauss erlangte das polyphasische Schlafen eine breite Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit. Damit ist es möglich, seine Schlafzeit zumindest zu halbieren. Polyphasisches Schlafen bezeichnet die Aufteilung der Schlafenszeit in mehrere, kurze Schlafzyklen innerhalb des Tages, anstatt nachts einen großen Zeitraum am Stück zu schlafen. Polyphasisches Schlafen wird unter anderem von Piloten, Seglern und Soldaten im Krieg praktiziert. Im Gegenzug dazu wird der normale Nachtschlafrhythmus als monophasischer Schlaf bezeichnet.
Manche bezeichnen es schon polyphasischen Schlaf, wenn man neben dem Nachtschlaf zusätzlich einen Mittagsschlaf hält, andere erkennen das nicht als polyphasischen Schlaf an, sondern nennen das biphasisch. Für sie hat der polyphasische Schlaf zumindest drei Phasen, in der Praxis ist meist von drei bis sechs Schlafphasen die Rede.
Das Ziel hinter dem polyphasischen Schlafen ist es, das Schlafen effizienter zu machen. Das bedeutet, dass ein Schlafzyklus, der im Allgemeinen ca. 90 Minuten dauert, durch gezieltes Training auf 20 Minuten verkürzt wird. Um dies umzusetzen, wird dem Körper nur noch 20 Minuten Schlaf am Stück gewährt, so dass er keine andere Wahl hat, als sich umzustellen.
Es gibt drei verschiedene Modelle den polyphasischen Schlaf umzusetzen:
- Uberman: Der Name ist eine Referenzierung auf den von Friedrich Nietzsche geprägten Übermenschen. Beim Uberman verkürzt man seine Gesamtschlafzeit auf zwei Stunden pro Tag. Dabei hält man alle vier Stunden ein ca. 20 bis 30 minütiges Nickerchen, so dass man auf sechs Nickerchen pro Tag kommt. Das ist auch der große Nachteil an diesem Schlafrhythmus, da für den langfristigen Erfolg die Schlafenszeiten unbedingt eingehalten werden müssen. Das bedeutet, dass man alle 3 Stunden und 40 Minuten ein Nickerchen einlegen muss. Dies kollidiert leicht mit anderen Aktivitäten und benötigt viel Verständnis der Mitmenschen. Außerdem muss der Arbeitgeber erstmal genehmigen, dass man alle vier Stunden ein Nickerchen hält.
- Dymaxion: Dieser Schlafrhythmus wurde von dem Wissenschafter Buckminster Fuller geprägt und ist der bisher einzige langfristig dokumentierte Fall eines polyphasischen Rhythmuses. Insgesamt wird dabei alle sechs Stunden für 30 Minuten geschlafen, so dass man genau wie beim Uberman auf eine Gesamtzeit von zwei Stunden kommt. Der Vorteil gegenüber dem Uberman ist, dass man nur vier mal pro Tag schlafen braucht und er damit sozial verträglicher ist. Allerdings gilt er als der sich am schwersten anzutrainierende Schlafrhythmus.
- Everyman: Das Ziel des Everyman war es, einen polyphasischen Schlafrhythmus zu entwickeln, den jeder einsetzen kann. Der Everyman besteht aus einem Kernschlaf und einzelnen Nickerchen. Der Kernschlaf wird nachts getätigt und dauert zwischen zwei und vier Stunden. Über den Tag gleichmäßig verteilt werden ca. drei zwanzig bis dreißig minütige Nickerchen gehalten, so dass man insgesamt auf vier bis fünf Stunden Schlaf pro Tag kommt. Man bekommt also nicht nur doppelt so viel Schlaf, wie bei den anderen Varianten, sondern ist auch länger wach, um beispielsweise Aktivitäten mit Freunden oder der Familie zu unternehmen.
Möchte man das polyphasische Schlafen einmal ausprobieren, muss man sich erst durch die sogenannte Adaptionsphase kämpfen. In der Umstellungsphase hat man mit einem starken Schlafmangel zu kämpfem und einem Fallen 100 Gründe ein, warum man nun doch schlafen sollte. Neben einer großen Anzahl an Weckern ist vor allem harte Disziplin notwendig, um nach einem 20 minütigen Nickerchen direkt aus dem Bett springen zu können. Beim Uberman und Dymaxion dauert es ca. eine Woche bis man über dem Berg ist und langsamer wieder fitter wird. Beim Everyman dauert es bis zu zwei Wochen, da sich der Schlafentzug auf Grund der längeren Nachtschlafzeit erst später bemerkbar macht. Die meisten scheitern dabei schon innerhalb der ersten zwei bis drei Tage. Die Willenskraft und der Grad der Disziplin sind nicht zu unterschätzen, die von Nöten sind, so eine gravierende Verhaltensänderung durchzuführen.
Nach sechs bis acht Wochen kehren die Konzentrationsfähigkeit und die Erinnerungsfähigkeit wieder voll zurück und man kann sein Leben ganz normal nur mit weniger Schlaf fortsetzen. Eines der großen Herausforderungen ist es dann, dass einem nicht langweilig wird. Was würdest Du mit vier bis sechs Stunden mehr pro Tag anfangen? Viele berichten, dass sie schon innerhalb der ersten paar Wochen all das erledigt haben, was sie sonst aufgeschoben haben. Da bedarf es dann Kreativität, sich neue Herausforderungen und Beschäftigungen zu suchen, um aktiv zu bleiben und nicht auf die Idee kommen, die Langeweile durch Schlaf zu überbrücken.
Allgemein stellt die Umstellung auf das polyphasische Schlafen eine große Änderung des Lebensstils eines Menschen da. Er muss genügend Flexibilität und Disziplin mitbringen, um die Umstellung besonders am Anfang beizubehalten. Desweiteren ist der polyphasische Schlaf noch nicht ausreichend wissenschaftlich untersucht, so dass sich die bisherigen Erkenntnisse nur auf die Versuche weniger Personen beziehen. Neben vielen Befürwortern gibt es eine fast endlose Reihe von Kritikern. Das polyphasische Schlafen stellt ein gewisses Risiko dar und sollte nur bei voller Gesundheit ausprobiert werden. Die wenigen, die eine Umstellung geschafft haben, freuen sich über die viele Zeit und die stark gesteigerte Produktivität. Die anderen sind froh, wenn sie nach einem harten Tag in ihr Bett steigen und einfach ein paar Stunden Schlaf am Stück genießen können.
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